PerioTrap Pharmaceuticals GmbH
Weinbergweg 22, 06120 Halle (Saale)
Dr. James Belcher, 10. Dezember 2025
Parodontitis ist eine chronische Zahnfleischentzündung, die durch schädliche Bakterien entsteht und unbehandelt zum Zahnverlust führen kann. Diabetes mellitus wiederum ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Was viele nicht wissen: Menschen mit Diabetes haben ein bis zu dreifach höheres Risiko, Parodontitis zu entwickeln. Gleichzeitig kann eine unbehandelte Parodontitis den Blutzuckerspiegel weiter destabilisieren.
Wenn du Diabetes hast, kann dein Körper Infektionen schlechter bekämpfen – das Zahnfleisch entzündet sich leichter, Wunden heilen langsamer. Umgekehrt setzen Parodontitis-Bakterien Giftstoffe frei, die Entzündungen im ganzen Körper fördern. Das kann die Insulinresistenz verschlechtern und den Blutzuckerspiegel erhöhen. Studien zeigen sogar Zusammenhänge zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einem erhöhten Risiko für Komplikationen bei Diabetes.
Forscher haben herausgefunden, dass der Bakterienstamm Porphyromonas gingivalis (ein Hauptauslöser von Parodontitis) entzündungsfördernde Stoffe produziert. Diese belasten nicht nur dein Zahnfleisch, sondern wirken sich auch auf deinen Stoffwechsel aus. Menschen mit gut behandelter Parodontitis haben messbar bessere HbA1c-Werte (Langzeitblutzucker). Gezielte Mundpflege kann also deinen Blutzucker positiv beeinflussen.
Menschen mit Parodontitis haben ein bis zu 11-fach höheres Risiko, an Diabetes-Komplikationen zu leiden – und umgekehrt.