PerioTrap Pharmaceuticals GmbH
Weinbergweg 22, 06120 Halle (Saale)
Dr. James Belcher, 8. Dezember 2025
Viele werdende Mütter wissen nicht, dass Zahnfleischentzündungen auch die Schwangerschaft beeinflussen können. Studien zeigen: Parodontitis kann mit Frühgeburten und einem niedrigen Geburtsgewicht in Verbindung stehen. In diesem Artikel erfährst Du, warum das so ist – und wie Du Dich und Dein Baby schützt.
Parodontitis ist eine chronische Zahnfleischentzündung, die durch einen gestörten Biofilm – eine Bakterien-Schicht auf den Zähnen – entsteht. Krankmachende Mechanismen von Bakterien wie Porphyromonas gingivalis verursachen Entzündungen und können das Zahnfleisch sowie den Kieferknochen angreifen. Unbehandelt führt das nicht nur zu Zahnfleischbluten und Zahnverlust, sondern beeinflusst auch Deine allgemeine Gesundheit.
Wenn Du schwanger bist, verändert sich Dein Hormonhaushalt. Dein Zahnfleisch wird empfindlicher, entzündet sich schneller und blutet leichter – Zahnärzte sprechen hier von Schwangerschaftsgingivitis. Bleibt sie unbehandelt, kann sie in eine Parodontitis übergehen (Raju & Berens, 2021).
Warum ist das problematisch? Entzündungsbotenstoffe und Bakterien können über das Blut bis zur Plazenta gelangen. Forschungen zeigen, dass dies mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburten und einem geringeres Geburtsgewicht verbunden sein kann (Xiong et al., 2006).
Forscher haben herausgefunden, dass Bakterien wie P. gingivalis Entzündungen in der Plazenta auslösen können. Diese Entzündungen führen zu einer erhöhten Produktion von Prostaglandinen – körpereigenen Botenstoffen, die Entzündungen regulieren und die Gebärmutter zur Kontraktion anregen. Eine übermäßige Prostaglandinproduktion kann so frühzeitige Wehenprozesse anstoßen (Ao et al., 2015). Laut einer Studie von Offenbacher et al. (1996) hatten Frauen mit schwerer Parodontitis ein bis zu siebenfach höheres Risiko für Frühgeburten.